Donnerstag, 9. Februar 2012

Seitenlänge und -breite

Man würde es kaum ahnen, aber sogar die Seitenlänge trägt zur Lesbarkeit eines Textes bei. Und zwar in einem stärkeren Maß, als man es vielleicht erwarten würde.
Die Seitenbreite spielt auch eine Rolle, aber eine weitaus kleinere.

Seitenlänge

Grundsätzlich gilt die Regel, das bei einer Auflösung von 800*600 man nicht mehr als drei Seiten scrollen sollte, um alle Inhalte sehen zu können (große Datentabellen ausgenommen). Um so kürzer die Seite ist, desto besser. Es ist aber auch sinnlos, alles auf eine einzige Seitelänge zu quetschen, etwas scrollen stört niemanden, nur darf es halt nicht zu viel sein. Wenn man jedoch auf jeden Fall mehr Text unterbringen muss, als auf drei Seitenlängen passt, sollte man diesen Text einfach (falls möglich) auf mehrere Seiten aufteilen und diese untereinander verlinken. Das sollte kein all zu großes Problem darstellen und die Lesbarkeit wird deutlich erhöht.

Wieso leidet die Lesbarkeit unter der Länge der Seite?

Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass man auf Papier geschriebene Texte sowohl schneller als auch besser lesen kann als Texte auf dem Bildschrim. Zum einen weil es ermüdend ist, immer auf den Bildschrim zu starren, zum anderen weil auf dem Papier die Schrift nicht pixelig wirkt. Gegen die zweite Ursache kann der Webdesigner nichts tun. Der User kann sich zwar einen besseren Bildschrim kaufen, aber das lässt sich reichlich wenig von einem Webdesigner beeinflussen. Es muss also etwas an der ersten Ursache getan werden.

Wie schon oben gesagt, kann und soll man die Seitenlänge in Grenzen halten. Man kann jedoch auch einiges durch gezielt gesetzte Grafiken erreichen. Hier kann sich der User (oder besser seine Augen) etwas entspannen und das Bild angucken. Es versteht sich von selbst, dass dieses Bild nicht animiert sein darf, da das ganz und gar nicht beruhigt. Auch sollte man die Texte nicht mit Werbung auflockern, sondern mit Grafiken, die zum Text passen.

Seitenbreite

Auch hier gibt es wieder eine einfache Regel: Bei einer Bild-Schirmbreite von 800 Pixeln muss die Webseite komplett sichtbar sein. Das gilt aber nur für statische Layouts womit wir schon bei der nächsten Frage wären.

Flexibles oder Statisches Layout?

Es gibt eigentlich fast nur Vorteile für ein flexibles Layout und fast nur Nachteile für ein statisches. Ein statisches ist gut, weil es sehr viel einfacher zu erstellen ist, als ein anderes und weil es nur selten Darstellungsfehler mit anderen Browsern gibt. Dafür gibt es um so größere Darstellungsfehler mit anderen Auflösungen. Das allein sollte Grund genug sein, ein flexibles Layout anzuwenden. Für die, die jedoch noch nicht überzeugt sind, möchte ich noch ein paar mehr Argumente aufführen:
Im flexiblen Layout ist es völlig egal, was für eine Bildschirm-Auflösung der User hat, es wird immer richtig angezeigt. Außerdem sehen diese auch schöner aus, da kein ungenutzer Rand entsteht und auch nichts abgeschnitten wird.

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