Donnerstag, 9. Februar 2012
Der Homepage-TÜV
Ein Rund-um-Fitness-Check für deine Website

Eine Website einfach nur einmal ins Netz zu stellen - damit ist es nicht getan. Eine erfolgreiche Website bedarf einer ständigen Pflege, Überwachung und Betreuung. In diesem Artikel stelle ich dir einige Werkzeuge und Services vor, mit denen Du deine Homepage überwachen und auf Fehlerfreiheit testen kannst.

Wann hast Du das letztes Mal überprüft, ob alle Links auf deiner Homepage noch funktionieren oder möglicherweise einige bereits ins Nirwana zeigen? Weisst Du eigentlich, wie viele Besucher dich wann besuchen, von wo sie kommen, was sie auf deinen Seiten anschauen und wie lange sie dabei bleiben? Wie hoch sind die Ausfallzeiten deines Servers - oder weisst Du etwa gar nicht, dass statistisch gesehen deine Website fast drei Tage im Jahr nicht zu erreichen ist? Bist Du sicher, dass dein Webeditor wirklich korrekten HTML-Code schreibt? Hast Du schon einmal überprüft, wie deine Website in anderen Browsern als dem Internet Explorer aussieht? Ein guter Webmaster sollte alle diese Dinge im Blick haben. Falls Du einige dieser Punkte bisher vernachlässigt hast, ist es unbedingt Zeit für einen Rund-um-Check deiner Homepage. Der folgende Artikel leitet dich zu einigen der wichtigen Aspekte.

No dead links please

Ein sehr schwerwiegender Fehler, den der Homepage-TÜV auf keinen Fall durchgehen lässt, sind "dead links" - tote Links, die auf nicht mehr verfügbare Web-Seiten oder Downloads zeigen. Stelle sicher, dass deine Verknüpfungen jederzeit funktionieren und den Besucher nichts ins Leere laufen lassen. Ein Webservice, der neben sehr vielen anderen nützlichen Funktionen auch eine kostenlose Link-Überprüfung bietet, ist www.webmasterplan.de . Dort gibst Du in der Rubrik "Optimieren Sie Ihre Website" unter "Link Check" die URL der zu testenden Website ein und klickst auf die Schaltfläche "Go". Fehlerhafte Links werden in der Tabelle mit dem Vermerk "broken" gekennzeichnet.

HTML-Check von W3C

Ebenso wird die Prüfplakette des Homepage-TÜV bei fehlerhaftem HTML-Code verweigert. Auch wenn die Browser in der Interpretation des HTML-Quelltextes mitunter recht flexibel sind, gibt es einen verbindlichen, gemeinsamen Standard. Dieser Standard wurde vom W3C-Konsortium verabschiedet und kann unter anderem bei www.w3.org/TR/ eingesehen werden. Ein fundiertes Nachschlagewerk, in dem unter anderem auch auf die unterschiedlichen Browser-Implementierungen eingegangen wird, ist www.selfhtml.org .

In dem Quell-Code deiner Web-Seiten sollten möglichst nur solche HTML-Tags und -Attribute verwendet werden, die auch dem W3C-Standard entsprechen. Andernfalls läufst Du schnell Gefahr, dass deine Web-Seite mit nicht standardgemäßen Code-Elementen zwar in deinem eigenen Browser wie gewünscht, in anderen jedoch gar nicht oder nur bruchstückhaft angezeigt wird. Um zu überprüfen, ob dein Quell-Code mit den HTML-Spezifikationen des W3C konform geht, kannst Du online den W3C-Validator oder aber diverse Software-Tools nutzen. Gebe einfach unter validator.w3.org die URL der gewünschten Web-Seite ein und klicke auf "Validate". Gegebenenfalls musst Du noch für "Character Encoding" und "Doctype" aus den vorhandenen Listenfeldern die korrekten Einstellungen auswählen. In diesem Fall hättest Du aber schon den ersten gravierenden Fehler zutage gebracht: Deine HTML-Dateien sind bezüglich Zeichensatz und Dokumententyp (HTML-Standard) nicht klar deklariert. Was der Validator nicht ermitteln kann, können die Browser in der Regel noch weniger erkenne. Schon läufst Du Gefahr, dass deine Seite von weniger verbreiteten Browsern oder PCs mit anderen Sprach- und Zeichensatzeinstellungen nicht korrekt angezeigt wird.

Wurde die Überprüfung Durchgeführt, listet der Validator alle fehlerhaften Zeilen auf (sofern vorhanden). Gelb markiert findest Du darunter jeweils eine Erläuterung, was an dem kritisierten HTML-Code fehlerhaft ist. So erfährst Du, welche verwendeten Tags und Attribute beispielsweise gar nicht zum jeweiligen HTML-Standard gehören und beispielsweise nur aufgrund unterschiedlicher Implementierungen der W3C-Standards in manchen Browsern angezeigt werden. Häufig ist nämlich nicht ein bestimmter Browser schuld, wenn deine Website nicht korrekt angezeigt wird, sondern einfach die Verwendung von Code-Bestandteilen, die nicht zu dem offiziell vom W3C-Konsortium definierten HTML-Standards gehören.



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